Gilead initiiert Phase II klinischer Studie zur HIV-Behandlung mittels einmal täglich eingenommener Einzeltablette auf Basis eines Integrase-Inhibitors

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Mon Apr 20, 2009 9:15am EDT

Studie zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung mittels
einer Einzeltablette mit Elvitegravir und den Verstärkern GS 9350 und Truvada®
im Vergleich zu Atripla®
FOSTER CITY, Kalifornien (USA)--(Business Wire)--
Das Unternehmen Gilead Sciences, Inc. (NASDAQ: GILD), hat heute bekannt gegeben,
dass es mit der Aufnahme von Patienten in Phase II einer klinischen Studie zu
seiner in Entwicklung befindlichen HIV-1-Behandlung mittels einer einmal täglich
eingenommenen Einzeltablette auf Basis des Integrase-Inhibitors Elvitegravir
sowie GS 9350 und Truvada® (200 mg Emtricitabin / 300 mg
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) begonnen hat. GS 9350 ist ein Prüfpräparat, das
als „Verstärker" zur Erhöhung der Blutwerte und zur pharmakologischen
Wirkungssteigerung entwickelt wird, wodurch eine einmalige tägliche Dosierung
für gewisse Medikamente ermöglicht wird, so auch für Elvitegravir, den in
Entwicklung befindlichen HIV-Integrase-Inhibitor von Gilead. Phase II der Studie
dient der Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit der Behandlung im
Vergleich zur einmal täglichen Einnahme von Atripla® (600 mg Efavirenz / 200 mg
Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat). Für die Studie werden an
zirka 50 Untersuchungsstandorten in den USA 75 erwachsene Patienten mit einer
HIV-1-Infektion und ohne vorherige Erfahrung mit antiretroviralen Behandlungen
aufgenommen. 

„Die Initiierung der Phase II dieser Studie ist ein wichtiger Meilenstein in der
Entwicklung unserer HIV-Behandlung mit einer einzelnen, täglich eingenommenen
Tablette auf Basis eines Integrase-Inhibitors", sagte Dr. Norbert Bischofberger,
Executive Vice President der Forschungs- und Entwicklungsabteilung und Chief
Scientific Officer bei Gilead Sciences. „Die Einzeltagesdosis Atripla ist für
viele Patienten zur Standardbehandlung geworden, besonders für diejenigen, die
neu behandelt werden. Falls sich die Behandlung mit dieser neuen Tablette als
sicher und wirksam erweist, könnte sie zu einer wichtigen Ersatzlösung für diese
Patienten werden." 

Seit der Zulassung im Jahr 2006 ist Atripla das einzige verfügbare Medikament
zur Behandlung von HIV mit einer einzelnen, einmal täglich eingenommenen
Tablette. Atripla wird in den USA und in Europa gemeinsam von Gilead und
Bristol-Myers Squibb vermarktet. Gilead untersucht GS 9350 auch als
eigenständigen Verstärker für weitere antiretrovirale Wirkstoffe, insbesondere
für Protease-Inhibitoren. Noch in diesem Quartal will Gilead die Phase II einer
klinischen Studie zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit von Atazanavir
mit GS 9350 als Verstärker im Vergleich zu Atazavanir mit dem Verstärker
Ritonavir initiieren, wobei beide Wirkstoffe mit Truvada kombiniert werden.
Ritonavir ist momentan der einzige Verstärker für die HIV-Therapie. 

Über Phase II der Studie

Phase II der klinischen Studie ist eine randomisierte Doppelblindstudie über 48
Wochen zur Untersuchung von Sicherheit und Wirksamkeit einer Einzeltablette mit
Elvitegravir, GS 9350 und Truvada im Gegensatz zu Atripla. Beide Medikamente
werden an erwachsene, behandlungsnaive HIV-Patienten verabreicht, die
HIV-RNA-Werte (Viruslast) von mindestens 5000 Kopien pro ml und mehr als 50
CD4-Zellen pro mm3 aufweisen. Aufnahmebedingungen sind, dass die Patienten keine
Resistenzmutationen gegen nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren,
nichtnukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder primäre
Protease-Inhibitoren (gemäß der Definition in den Richtlinien der International
AIDS Society USA) und keine vorherige Erfahrung mit antiretroviralen
Behandlungen aufweisen. 

Die 75 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie werden randomisiert (2:1) und
erhalten einmal täglich eine Tablette, die entweder 150 mg Elvitegravir / 150 mg
GS 9350 / 200 mg Emtricitabin / 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (n=50) oder
Atripla (600 mg Efavirenz / 200 mg Emtricitabin / 300 mg
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) (n=25) enthält. 

Primärer Endpunkt ist der Anteil an Patienten mit einer Viruslast von weniger
als 50 Kopien pro ml nach 24 Behandlungswochen. Zu den sekundären Endpunkten
gehören der Anteil an Patienten mit einer Viruslast von weniger als 50 Kopien
pro ml nach 48 Behandlungswochen sowie die Sicherheit und Verträglichkeit der
beiden Wirkstoffe nach 48 Behandlungswochen. 

Nach 48 Wochen nehmen die Patienten weiter ihr verblindetes Prüfmedikament ein,
bis die Behandlungszuteilung aufgedeckt wird. Danach bekommen alle Patienten die
Gelegenheit, den Versuch in einer offenen Rollover-Phase fortzusetzen, in der
sie die Tablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada erhalten. 

Zusätzliche Informationen zur Studie sind erhältlich unter
www.clinicaltrials.gov. 

Über Elvitegravir

Elvitegravir ist ein HIV-Integrase-Inhibitor. Im Gegensatz zu anderen
antiretroviralen Wirkstoffen hemmen Integrase-Inhibitoren die Vermehrung des
HI-Virus, indem sie die Verschmelzung des Virus mit dem Genmaterial der
menschlichen Wirtszellen verhindern. Elvitegravir, auch bekannt als GS 9137 oder
JTK 303, wurde im März 2005 von Japan Tobacco Inc. (JT) an Gilead lizenziert.
Gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung zwischen Gilead und JT verfügt Gilead
über die exklusiven Rechte zur Entwicklung und Vermarktung von Elvitegravir in
allen Ländern außer in Japan, wo die Rechte bei JT bleiben. Elvitegravir
befindet sich in der Entwicklung und wurde noch nicht für sicher oder wirksam in
Bezug auf die Anwendung am Menschen befunden. 

Über GS 9350

GS 9350 ist der von Gilead gesetzlich geschützte potente Inhibitor des
Cytochroms P450 3A (CYP3A), eines Stoffwechselenzyms zum Abbau von Medikamenten
im menschlichen Körper. Gilead untersucht GS 9350 auch in Bezug auf sein
Potenzial als Verstärker für handelsübliche HIV-Protease-Inhibitoren, die in
vielen Medikamenten zur HIV-Behandlung eingesetzt werden. GS 9350 befindet sich
in der Entwicklung und wurde noch nicht für sicher oder wirksam in Bezug auf die
Anwendung am Menschen befunden. 

Wichtige Hinweise zur Produktsicherheit von Truvada und Atripla

Bei der Verwendung von Nukleosidanaloga, ob allein oder in Verbindung mit
anderen antiretroviralen Wirkstoffen wie zum Beispiel dem Truvada-Bestandteil
Viread (Tenofovir-Disoproxil-Fumarat), sind zum Teil tödliche Fälle von
Laktatazidose und schwerer Hepatomegalie mit Steatosis berichtet worden. Truvada
und Atripla sind nicht zur Behandlung von chronischen Infektionen mit dem
Hepatitis-B-Virus (HBV) zugelassen, und ihre Sicherheit und Wirksamkeit ist bei
Patienten mit einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion nicht nachgewiesen
worden. Schwere akute Exazerbationen von Hepatitis B sind bei Patienten mit
einer gleichzeitigen HBV- und HIV-1-Infektion berichtet worden, die die Einnahme
von Emtriva (Emtricitabin) oder Viread abgebrochen haben. Beide Wirkstoffe sind
Bestandteile von Truvada und Atripla. Bei Patienten mit einer gleichzeitigen
HIV-1- und HBV-Infektion, die die Einnahme von Truvada oder Atripla abbrechen,
sollte die Leberfunktion während mehrerer Monate sowohl klinisch als auch mit
Nachuntersuchungen im Labor genau überwacht werden. In einigen Fällen kann die
Einleitung einer Hepatitis-B-Behandlung angebracht sein.

Es ist wichtig, Patienten darauf hinzuweisen, dass HIV-Medikamente wie Truvada
und Atripla die HIV-Infektion oder Aids-Erkrankung nicht heilen können und auch
das Risiko einer HIV-Übertragung auf andere nicht verringern. 

Zusätzliche wichtige Informationen über Truvada

Truvada ist eine Kombinationstablette mit der Fixdosis von 200 mg Emtricitabin
(Emtriva) und 300 mg Tenofovir-Disoproxil-Fumarat (Viread). In den USA wird
Truvada für die Behandlung von HIV-1-infizierten Erwachsenen mit anderen
antiretroviralen Medikamenten wie zum Beispiel nichtnukleosiden
Reverse-Transkriptase-Inhibitoren oder Protease-Inhibitoren kombiniert. 

Die Verwendung von Truvada als Bestandteil einer Dreifach-Nukleosidtherapie wird
nicht empfohlen. Truvada sollte nicht zusammen mit Atripla, Emtriva, Viread oder
anderen Produkten, die Lamivudin enthalten, verabreicht werden. Dazu gehören
Combivir® (Lamivudin/Zidovudin), Epivir® und Epivir-HBV® (Lamivudin), Epzicom
(Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie Trizivir® (Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin).
Bei Patienten, die bereits frühere Behandlungserfahrungen aufweisen, sollte die
Verwendung von Truvada unter Berücksichtigung von Laboruntersuchungen und der
Behandlungsgeschichte stattfinden. 

Emtricitabin und Tenofovir werden primär über die Nieren ausgeschieden. Im
Zusammenhang mit der Verwendung von Viread, einem Bestandteil von Truvada, sind
Beeinträchtigungen der Nierenfunktion sowie Fälle von akutem Nierenversagen und
Fanconi-Syndrom (Beschädigung der Nierenkanälchen mit schwerer Hypophosphatämie)
berichtet worden. Es wird empfohlen, vor der Einleitung einer Therapie mit
Truvada bei allen Patienten und während der Therapie in klinisch angemessenen
Fällen die Kreatinin-Clearance zu berechnen. Bei Patienten mit einem Risiko auf
Beeinträchtigung der Nierenfunktion sollten die berechnete Kreatinin-Clearance
und die Phosphatkonzentration im Serum regelmäßig überprüft werden. Eine
Anpassung des Dosierungsintervalls und die genaue Beobachtung der Nierenfunktion
werden bei allen Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von 30-49 ml/min
empfohlen. Truvada sollte bei gleichzeitiger oder kürzlicher Verwendung eines
Nephrotoxins nicht verabreicht werden. 

Es liegen keine Studien zur Wechselwirkung von Truvada mit anderen Arzneimitteln
vor. Bei der gleichzeitigen Verabreichung von Truvada und Didanosin ist Vorsicht
geboten. Die Patienten sollten genau auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit
Didanosin untersucht werden. Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die
Verabreichung von Didanosin abgebrochen werden. Patienten, die Truvada
gleichzeitig mit Atazanavir und Lopinavir/Ritonavir einnehmen, sollten auf
Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Truvada untersucht werden. Falls
Nebenwirkungen auftreten, sollte die Verabreichung von Truvada abgebrochen
werden. Bei der gleichzeitigen Verabreichung mit Truvada wird empfohlen,
Atazanavir zusammen mit 100 mg Ritonavir zu verschreiben. Atazanavir ohne
Ritonavir sollte nicht gleichzeitig mit Truvada verabreicht werden. 

Bei der Verwendung von Viread sind geringere Knochenmineraldichten im Bereich
der Lendenwirbel und der Hüfte beobachtet worden. Die langfristigen Auswirkungen
auf die Knochengesundheit und auf zukünftige Bruchrisiken sind unbekannt. Im
Zusammenhang mit der Verwendung von Viread sind Fälle von Osteomalazie
(verbunden mit proximaler renaler Tubulopathie) berichtet worden. 

Bei Patienten, die HIV-Medikamente einnehmen, sind auch Veränderungen im
Fettgewebe beobachtet worden. Die Mechanismen und langfristigen gesundheitlichen
Auswirkungen dieser Veränderungen sind unbekannt. Bei Patienten, deren
Behandlung eine Kombinationstherapie wie Viread und Emtriva einschließt, ist ein
Immunrekonstitutionssyndrom berichtet worden. 

Die beobachteten Nebenwirkungen bei der kombinierten Anwendung von Viread und
Emtriva in Studie 934 entsprachen weitgehend denjenigen von anderen Studien, bei
denen behandlungserfahrenen oder behandlungsnaiven Patienten Viread und/oder
Emtriva verabreicht wurde. Zu den Nebenwirkungen, die während der Behandlung mit
Viread und Emtriva in Studie 934 bei mindestens 3 Prozent aller Patienten
auftraten, gehörten Schwindel (8 Prozent), Durchfall (7 Prozent), Übelkeit (8
Prozent), Müdigkeit (7 Prozent), Sinusitis (4 Prozent), Infektionen der oberen
Atemwege (3 Prozent), Rhinopharyngitis (3 Prozent), Schläfrigkeit (3 Prozent),
Kopfschmerzen (5 Prozent), Depressionen (4 Prozent), Schlaflosigkeit (4
Prozent), ungewöhnliche Träume (4 Prozent) und Hautausschläge (5 Prozent). 

Hautverfärbungen sind in größerer Häufigkeit bei Emtriva-Patienten berichtet
worden. Die Hautverfärbungen, die sich in einer Hyperpigmentierung an den
Handflächen und/oder Fußsohlen äußerten, waren in der Regel schwach und
asymptomatisch. Mechanismus und klinische Signifikanz sind unbekannt. 

Die Mutterverbindung von Viread wurde durch eine Forschungszusammenarbeit
zwischen Dr. Antonin Holy vom Institut für Organische Chemie und Biochemie
(IOCB) der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag und
Dr. Erik DeClercq vom Rega-Institut für Medizinische Forschung der Katholischen
Universität Löwen in Belgien entdeckt. Die Viread-Entwickler verzichten auf
ihren Anspruch auf Tantiemen für die Verkäufe von Viread und Truvada in Ländern,
die zum Gilead Access Program gehören, damit das Produkt in denjenigen Gebieten
der Welt, die von der Aids-Epidemie am stärksten betroffen sind, zum
Herstellungspreis angeboten werden kann. 

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada erhalten Sie unter
www.truvada.com. 

Zusätzliche wichtige Informationen über Atripla

In den USA wird Atripla entweder einzeln als Komplettbehandlung oder zusammen
mit anderen antiretroviralen Medikamenten zur Behandlung von HIV-1-infizierten
Erwachsenen verschrieben. 

Atripla enthält die Komponenten Truvada (Emtricitabin und
Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) und Sustiva (Efavirenz) in einer Formulierung als
Einzeltablette. Zusätzlich zu den folgenden wichtigen Produktinformationen
gelten somit die obigen wichtigen Sicherheitshinweise zu Truvada auch für
Atripla. 

Als Kombinationstherapie mit Fixdosen von Viread (Tenofovir-Disoproxil-Fumarat),
Emtriva (Emtricitabin) und Sustiva (Efavirenz) sollte Atripla nicht zusammen mit
Viread, Emtriva, Truvada (Emtricitabin und Tenofovir-Disoproxil-Fumarat) oder
Sustiva verabreicht werden. Aufgrund der Ähnlichkeiten zwischen Emtriva und
Lamivudin sollte Atripla auch nicht zusammen mit Medikamenten verabreicht
werden, die Lamivudin enthalten. Dazu gehören Combivir® (Lamivudin/Zidovudin),
Epivir® und Epivir-HBV® (Lamivudin), Epzicom (Abacavirsulfat/Lamivudin) sowie
Trizivir® (Abacavirsulfat/Lamivudin/Zidovudin). 

Aufgrund von Wechselwirkungen mit Efavirenz sollte Atripla nicht zusammen mit
Hismanal® (Astemizol), Vascor® (Bepridil), Propulsid® (Cisaprid), Versed®
(Midazolam), Orap® (Pimozid), Halcion® (Triazolam), Mutterkornalkaloiden (zum
Beispiel Wigraine® und Cafergot®) oder Vfend® (Voriconazol) eingenommen werden.
Die Verwendung von Atripla zusammen mit Echtem Johanniskraut (Hypericum
perforatum) oder mit Produkten, die Echtes Johanniskraut enthalten, wird nicht
empfohlen. Diese Liste mit Medikamenten ist nicht abschließend. Patienten
sollten alle rezeptpflichtigen und nicht rezeptpflichtigen Medikamente,
Vitamin-, Kräuter- und sonstigen Präparate, die sie einnehmen oder einzunehmen
gedenken, mit ihrem zuständigen Sanitätspersonal absprechen. 

Atripla sollte nicht an Patienten mit einer Kreatinin-Clearance von weniger als
50 ml/min verabreicht werden. 

Bei Patienten, die mit Efavirenz, einem Bestandteil von Atripla, behandelt
wurden, sind ernsthafte psychische Nebenwirkungen festgestellt worden. Dazu
gehören schwere Depressionen (2,4 Prozent), Suizidgedanken (0,7 Prozent), nicht
tödliche Selbstmordversuche (0,5 Prozent), aggressives Verhalten (0,4 Prozent),
paranoide Reaktionen (0,4 Prozent) und manische Reaktionen (0,2 Prozent). In
einer klinischen Studie wurden folgende Faktoren identifiziert, die zusätzlich
zu Efavirenz mit einer Häufung psychiatrischer Symptome in Verbindung gebracht
werden: früherer Konsum von Drogen in Spritzenform, frühere psychische
Erkrankungen und die Verwendung von Psychopharmaka. Gelegentlich sind Fälle von
Suizid, Wahnvorstellungen und psychotischem Verhalten berichtet worden, wobei
nicht ermittelt werden konnte, ob dies durch Efavirenz verursacht wurde.
Patienten, die ernsthafte psychische Nebenwirkungen verspüren, sollten umgehend
darauf untersucht werden, ob die Risiken einer fortgesetzten Therapie schwerer
wiegen als ihr Nutzen. Patienten sollten ihrem Arzt oder ihrer Ärztin mitteilen,
ob sie eine Vorgeschichte von psychischen Störungen haben und ob sie Drogen oder
Alkohol konsumieren. 

53 Prozent aller Patienten in klinischen Studien mit Efavirenz haben
Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems verspürt - dies gegenüber 25 Prozent
aller Patienten, die das Kontrollmedikament erhielten. Zu den Symptomen gehören
Schwindel (28,1 Prozent), Schlaflosigkeit (16,3 Prozent),
Konzentrationsschwierigkeiten (8,3 Prozent), Schläfrigkeit (7,0 Prozent),
ungewöhnliche Träume (6,2 Prozent) und Halluzinationen (1,2 Prozent). Die
Symptome treten normalerweise ab dem ersten oder zweiten Behandlungstag auf und
klingen in der Regel nach den ersten zwei bis vier Behandlungswochen wieder ab.
Nach vier Behandlungswochen beträgt die Verbreitung von mindestens
mittelschweren Beeinträchtigungen des Zentralnervensystems 5 bis 9 Prozent aller
Patienten, die mit Efavirenz behandelt werden. Aus den das Nervensystem
betreffenden Symptomen lässt sich nicht auf die weniger häufig auftretenden
psychischen Symptome schließen. 

Frauen sollten während der Einnahme von Atripla nicht schwanger werden oder
stillen. Bei Kindern von Frauen, die während einer Schwangerschaft mit Efavirenz
behandelt wurden, sind schwere Geburtsfehler beobachtet worden. Frauen müssen
eine zuverlässige mechanische Form der Empfängnisverhütung (zum Beispiel
Kondome) verwenden, selbst wenn sie auch auf andere Kontrazeptionsmethoden
zurückgreifen. 

Hautausschläge sind häufige Nebenwirkungen, die normalerweise ohne eine
Veränderung der Behandlung verschwinden. Hautausschläge können bei Kindern zu
einem ernsten Problem werden. 

Bei Patienten mit Lebererkrankungen muss das Sanitätspersonal eventuell
Leberfunktionen testen oder Medikamentenwerte im Blut überprüfen. 

Atripla sollte bei Patienten, die unter epileptischen Anfällen leiden oder
gelitten haben, mit Vorsicht verwendet werden. Bei Patienten, die Efavirenz
erhielten, sind Konvulsionen beobachtet worden - in der Regel handelte es sich
dabei um Fälle, in denen Epilepsie in der Krankengeschichte vorkam. Invirase®
(Saquinavir) sollte in Kombination mit Atripla nicht als einziger
Protease-Inhibitor verwendet werden. 

Die wichtigsten Nebenwirkungen, die bei Behandlungen mit Sustiva beobachtet
wurden, sind Beeinträchtigungen des Nervensystems, psychische Symptome und
Hautausschläge. Zu den häufigsten Nebenwirkungen (mindestens 5 Prozent), die in
klinischen Studien mit Sustiva beobachtet wurden, gehören Müdigkeit, Schmerzen,
Schwindel, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten,
Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Depressionen, Hautausschläge und Juckreiz. 

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla erhalten Sie unter
www.atripla.com. 

Über Gilead Sciences

Gilead Sciences ist ein Biopharma-Unternehmen, das innovative Arzneimittel für
Bereiche ungedeckten medizinischen Bedarfs erforscht, entwickelt und vermarktet.
Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Versorgung lebensbedrohlich
erkrankter Patienten weltweit voranzutreiben. Gilead hat seinen Hauptsitz in
Foster City, Kalifornien, und besitzt weitere Niederlassungen in Nordamerika,
Europa und Australien. 

Diese Pressemitteilung enthält vorausschauende Aussagen im Sinne des Private
Securities Litigation Reform Act aus dem Jahre 1995, die gewissen Risiken,
Unsicherheiten und anderen Faktoren unterliegen. Dazu gehören Risiken im
Zusammenhang mit unserer Fähigkeit, genügend Patienten für Phase II unserer
klinischen Studie zu der Einzeltablette mit Elvitegravir, GS 9350 und Truvada zu
finden, Phase II unserer klinischen Studie zur Untersuchung von GS 9350 als
eigenständigem Atazanavir-Verstärker wie gegenwärtig geplant zu initiieren, die
Möglichkeit nachteiliger Ergebnisse aus diesen klinischen Studien, die
Notwendigkeit zur Abwandlung oder Verzögerung unserer klinischen Studien oder
zur Durchführung zusätzlicher Studien sowie das Risiko der Nichtzulassung durch
die Arzneimittelzulassungsbehörden der USA und anderer Länder. Als Folge davon
könnte die Einzeltablette oder GS 9350 nicht erfolgreich kommerzialisiert
werden. Des Weiteren könnten wir strategische Entscheidungen zur Einstellung der
Entwicklungen an der Einzeltablette oder an GS 9350 treffen, falls wir zum
Beispiel eine Kommerzialisierung gegenüber anderen in Vorbereitung befindlichen
Projekten für schwierig halten. Diese Risiken, Unsicherheiten und anderen
Faktoren können dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse erheblich von den
hierin enthaltenen vorausschauenden Aussagen abweichen. Die Leser werden darauf
hingewiesen, sich nicht auf solche vorausschauenden Aussagen zu verlassen.
Einzelheiten zu diesen und anderen Risiken können im Jahresbericht von Gilead
zum am 31. Dezember 2008 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr auf Formblatt 10-K
nachgelesen werden, welches das Unternehmen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde
SEC eingereicht hat. Alle vorausschauenden Aussagen beruhen auf Informationen,
die Gilead gegenwärtig vorliegen, und Gilead verpflichtet sich in keiner Weise
dazu, solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. 

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Truvada in den USA sind unter
www.Truvada.comverfügbar.

Die vollständigen Verschreibungsinformationen zu Atripla in den USA sind unter
www.Atripla.comverfügbar.

Truvada, Emtriva und Viread sind eingetragene Marken von Gilead Sciences, Inc.

Atripla ist eine eingetragene Marke von Bristol-Myers Squibb und Gilead
Sciences, LLC.

Weitere Informationen über Gilead Sciences erhalten Sie über die Website des
Unternehmens unter www.gilead.com, oder telefonisch von der Abteilung Public
Affairs von Gilead unter +1-800-GILEAD-5 oder +1-650-574-3000.

Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die
offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren
Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original
veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit
der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab. 





Gilead Sciences, Inc.
Susan Hubbard, +1-650-522-5715 (Investoren)
Erin Rau, +1-650-522-5635 (Medien) 

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