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INTERVIEW-BMW verkauft dank Abwrackprämie bis zu 4000 Autos mehr

Genf, 03. Mär (Reuters) - Die Abwrackprämie belebt auch das Geschäft von BMWBMWG.DE. Der Konzern, der vornehmlich Autos der Oberklasse herstellt, habe dank der Fördermaßnahme der Bundesregierung 3000 bis 4000 Autos mehr verkauft, sagte Vertriebschef Ian Robertson am Dienstag auf dem Genfer Automobilsalon der Nachrichtenagentur Reuters. Vor allem Minis seien gefragt, aber auch kleine Modelle der Kernmarke BMW. Ursprünglich war der Münchner Konzern davon ausgegangen, dass lediglich Massenhersteller von der Abwrackprämie profitieren würden.

BMW wirbt derzeit mit dem Angebot, die Prämie mit einem Rabatt von bis zu 2500 Euro aufzustocken. Dies koste den Konzern lediglich “einen kleinen Betrag”, sagte Robertson, ohne Details zu nennen.

Wegen der Krise der Autoindustrie sind beim BMW-Konzern 2009 dennoch weitere Absatzrückgänge zu erwarten. “Dieses Jahr sind alle drei Marken betroffen”, sagte der Vertriebschef. Eine konkrete Prognose wolle er aber nicht abgeben. Bei der Betrachtung der einzelnen Märkte weltweit ergebe sich ein gemischtes Bild. In manchen Märkten sei zum Jahresende hin eine Erholung vorstellbar. BMW-Chef Norbert Reithofer sagte in Genf, er rechne erst 2010 mit einer langsamen Erholung in der Autoindustrie.

2008 verkaufte der Münchner Konzern weltweit 1,44 Millionen Autos. Größter Einzelmarkt waren erneut die USA, weshalb die Krise im weltgrößten Automarkt bei BMW heftig ins Kontor schlug. Im Februar habe sich der Absatz in den Vereinigten Staaten weiter verschlechtert, sagte der Vertriebschef. Allerdings sei mittlerweile in den USA “eine gewisse Stabilisierung bei den Restwerten” zu sehen. Trotz der Schwäche verdiene BMW aber weiter Geld in den USA, betonte Robertson. Trotz Krise werde der Konzern seinen Marktanteil weiter ausbauen. Dazu sollen neue Modelle und Nischenfahrzeuge wie der Gran Turismo beitragen, der in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit dem neuen Mini Cabrio will BMW von der hohen Nachfrage nach kleinen, sparsamen Autos profitieren.

redigiert von Kerstin Leitel

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