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Vorfall um britischen Zerstörer vor der Krim - Moskau spricht von Warnschüssen

ARCHIV: Der britische Zerstörer " HMS Defender ", Istanbul, Türkei, 9. Juni, 2021. REUTERS/Yoruk Isik/Archivbild

Moskau/London (Reuters) - Ein britisches Kriegsschiff ist nach russischen Angaben in russische Gewässer eingedrungen und hat erst nach Warnschüssen beigedreht.

Großbritannien wies die Darstellung zurück.

Die russische Nachrichtenagentur Interfax meldete am Mittwoch unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau, der britische Zerstörer HMS Defender sei bis zu drei Kilometer tief in russische Gewässer eingedrungen. Er sei zuvor vor dem Einsatz von Waffen gewarnt worden, sollte er die Grenze zu Russland überschreiten. Es habe darauf aber keine Reaktion gegeben. Ein russisches Kriegsschiff habe daraufhin Warnschüsse abgefeuert und ein russischer Militärjet habe vier hochexplosive Splitterbomben abgeworfen. Die HMS Defender habe die russischen Gewässer daraufhin verlassen. Der Vorfall habe sich an der Krim-Küste im Schwarzen Meer nahe Cape Fiolent ereignet.

Das britische Verteidigungsministerium stellte den Vorfall anders dar. “Es wurden keine Schüsse auf die HMS Defender gerichtet und wir erkennen die Behauptung nicht an, dass Bomben auf ihrem Weg abgeworfen wurden”, twitterte das Ministerium. Vielmehr gehe man davon aus, dass die russische Seite eine Waffenübung abgehalten und es für die maritime Gemeinschaft eine Vorwarnung zu den Aktivitäten gegeben habe. Das britische Schiff sei im Einklang mit internationalem Recht unterwegs gewesen.

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