May 22, 2020 / 8:56 PM / 10 days ago

VIRUS-TICKER-USA wollen Impfstoff-Suche mit bis zu 150.000 Freiwilligen vorantreiben

22. Mai (Reuters) - Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter aus. Es folgen aktuelle Entwicklungen:

20.50 Uhr - Die USA planen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ein großangelegtes Programm zur Erprobung verschiedener potenzieller Impfstoffe, an dem sich womöglich bis zu 150.000 freiwillige Testpersonen beteiligen sollen. Das Programm ist nach Angaben von Wissenschaftlern so angelegt, dass innerhalb von Monaten das geleistet werden soll, wozu normalerweise zehn Jahre benötigt werden. Ziel sei es, bis Ende 2020 einen sicheren und wirksamen Impfstoffkandidaten zu haben. Die Bemühungen sollen in das von der Regierung angekündigte Programm “Operation Warp Speed” hineinspielen, mit dem die Entwicklung eines Impfstoffs beschleunigt werden soll.

20.12 Uhr - US-Präsident Donald Trump hat die Gouverneure der Bundesstaaten aufgefordert, dieses Wochenende die Öffnung aller Gotteshäusern zu erlauben. Sollten sie dies nicht zulassen, werde er “die Gouverneure überstimmen”. Auf welcher rechtlichen Basis er dies tun will, sagte er nicht. In den USA haben viele Bundesstaaten die vorläufige Schließung von Kirchen, Synagogen, Moscheen und anderen Gotteshäusern angeordnet, um die Pandemie einzudämmen. Trump hat sich wiederholt mit verschiedenen Gouverneuren angelegt, weil er deren Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus ablehnt.

18.43 Uhr - Großbritannien führt ab dem 8. Juni eine verpflichtende 14-tägige Quarantäne für nahezu alle Reisende aus dem Ausland ein. Wer sich nicht daran halte, müsse mit einer Strafe in Höhe von 1000 Pfund rechnen, sagt Innenministerin Priti Patel. “Jetzt, da wir den Höhepunkt dieses Virus’ überschritten haben, müssen wir Maßnahmen ergreifen, die vor einem Wiederaufleben dieser tödlichen Krankheit durch importierte Fälle schützen.” Ausgenommen von der Quarantänevorschrift würden unter anderem Arbeiter im Frachtverkehr, medizinisches Personal, das zur Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einreise, und Reisende aus Irland.

18.15 Uhr - Italien verzeichnet 130 neue Corona-Todesfälle nach 156 am Tag zuvor. Die Zahl der Neuinfektionen legt leicht zu auf 652 nach 642 am Donnerstag. Insgesamt hat Italien nunmehr 32.616 Todesfälle bestätigt, wenngleich Statistiker davon ausgehen, dass es - wie in vielen anderen Ländern auch - eine erhebliche Dunkelziffer geben dürfte. Seit Ausbruch der Epidemie wurde bei 228.658 Menschen das Virus nachgewiesen, 136.720 der Infizierten gelten als genesen.

18.11 Uhr - Südamerika ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO zu einem neuen Epizentrum der Corona-Pandemie geworden. Derzeit sei Brasilien sicherlich am meisten betroffen, sagt der Chef des WHO-Programms für Gesundheitsnotfälle, Mike Ryan.

17.54 Uhr - Die Zahl der Virus-Toten in Spanien ist binnen 24 Stunden um 56 auf 28.628 gestiegen. Die Zahl der positiv Getesteten legt nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 1787 auf 234.824 zu. Die Zahlen seien aber nicht mit denen des Vortags zu vergleichen, da verschiedene Regionen ihre Daten mit Verzögerung melden würden.

17.48 Uhr - Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist nach Regierungsangaben im April kein einziger Bundesstaat verschont geblieben. In 43 Bundesstaaten schoss sie sogar auf Rekordhöchststände, allen voran in Nevada. In dem Wüstenstaat, in dem die Glückspiel- und Touristenmetropole Las Vegas liegt, schnellte die Arbeitslosenrate um 24,2 Prozentpunkte auf 28,2 Prozent nach oben. Das ist fast das Doppelte des landesweiten Durchschnitts, der im April 14,7 Prozent betrug.

17.39 Uhr - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kann sich vorstellen, in der zweiten Juni-Woche die Freibäder im Freistaat wieder zu öffnen. Nach Pfingsten sei auch wieder “mehr kulturelles Leben” mit Blasmusik-Konzerten, Theater oder Kabarett im Freien möglich, wenn entsprechende Hygienekonzepte vorlägen, kündigt Söder auf dem ersten virtuellen Parteitag der CSU an.

16.20 Uhr - Sechs Wirtschaftsverbände aus Deutschland, Polen, Tschechien, Österreich und der Slowakei fordern gemeinsam den Abbau der in der Corona-Krise eingerichteten Grenzkontrollen. “Die Öffnung der internen Grenzen (des Schengenraums) für die Wirtschaft muss eine Priorität sein”, heißt es in einem gemeinsamen Aufruf. Dieser richtet sich vor allem an die Regierungen in Polen und Tschechien, die mit Grenzschließungen und -kontrollen nach Westen für erhebliche Verkehrsprobleme und Verzögerungen in den Lieferketten von EU-Firmen gesorgt haben.

15.10 Uhr - In Großbritannien steigt die Zahl der an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen um 351 auf 36.393. Die Gesundheitsbehörden registrieren insgesamt 254.195 Menschen, die sich mit dem Erreger angesteckt haben.

14.10 Uhr - Der Machthaber in der russischen Region Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, hat sich nach Berichten russischer Nachrichtenagenturen höchstwahrscheinlich mit dem Coronavirus angesteckt. Er werde deswegen in einem Moskauer Krankenhaus behandelt. Die Agentur Tass berichtete unter Berufung auf einen Mediziner, der 43-Jährige befinde sich in einem stabilen Zustand. Der Sprecher Kadyrows beantwortete zunächst keine telefonischen Anfragen.

13.45 Uhr - Von Montag an dürfen Bars und Restaurants in Madrid wieder ihre Terrassen öffnen. Die Verbreitung des Coronavirus habe sich verlangsamt, begründet die regionale Gesundheitsbehörde in der spanischen Hauptstadt ihre Entscheidung. Die Menschen dürften sich nun wieder in Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. Die noch bestehenden Beschränkungen sind in Madrid nun die gleichen wie in den meisten Teilen des Landes. Anfang Mai hatte die Regierung begonnen, die Einschränkung des öffentlichen Lebens zu lockern.

13.08 Uhr - Trotz der Coronakrise erwarten 73 Prozent der Deutschen einer Umfrage zufolge keine Änderung ihres Einkommens in den kommenden sechs Monaten. Jeder sechste Haushalt geht von einem Anstieg bis Ende des Jahres aus, berichtet der “Spiegel” vorab unter Berufung auf eine gemeinsame Studie des Leibniz-Instituts für Finanzmarktforschung SAFE, des Marktforschungsinstituts Nielsen und des Ökonomie-Lehrstuhls der Goethe-Universität Frankfurt. Jeder Zehnte hingegen erwarte weniger Geld.

13.04 Uhr - Bundesumweltministerin Svenja Schulze will dem “Spiegel” zufolge am Montag ein Konzept für ein Konjunkturprogramm vorstellen, das Kommunen bei nachhaltigen Investitionen unterstützen soll. “Investitionen in den Klimaschutz gehören Ökonomen zufolge zu den wirksamsten Konjunkturimpulsen überhaupt”, sagt sie dem Magazin laut Vorabbericht. Geplant sei unter anderem eine Förderung von Solaranlagen auf Polizeiwachen oder Schulen. Auch Öl- und Gasheizungen in öffentlichen Gebäuden sollen mit Förderprogrammen gegen nachhaltige Wärmequellen ausgetauscht werden.

13.02 Uhr - Malaysias Ministerpräsident Muhyiddin Yassin begibt sich nach einem Kontakt mit einem infizierten Beamten für zwei Wochen in häusliche Quarantäne. Ein Test bei Muhyiddin sei zwar negativ ausgefallen, berichtet sein Büro. Allerdings müssten sich alle Teilnehmer des Treffens vergangene Woche für 14 Tage abschotten.

12.50 Uhr - Nordrhein-Westfalen setzt auf eine finanzielle Entlastung von Familien in der Corona-Krise. Die Landesregierung schlage für Deutschland einen Familienbonus in Höhe von einmalig 600 Euro pro Kind vor, sagt Ministerpräsident Armin Laschet. Dies diene auch zur Förderung des privaten Konsums. In Nordrhein-Westfalen wolle er auf jeden Fall einen Punkt für Familien setzen, betont Laschet. Wie dies aussehen werde, hänge davon ab, was letztlich im Programm des Bundes steht.

12.42 Uhr - In den Niederlanden starben in der vergangenen Woche weniger Menschen als üblich. Das Statistikbüro des Landes verzeichnete 2850 Todesfälle, etwa 200 weniger als zu dieser Jahreszeit erwartet werden. In den Wochen zuvor lag die Mortalität wegen der Coronavirus-Pandemie dagegen höher als sonst.

12.19 Uhr - Nordrhein-Westfalen (NRW) will ein neues Konjunkturprogramm des Bundes mit eigenen Maßnahmen flankieren. Er gehe davon aus, dass neue Maßnahmen des Bundes nach Pfingsten beschlossen würden, sagt Ministerpräsident Armin Laschet. NRW wolle diese mit eigenen Maßnahmen ergänzen. “Wir brauchen einen Neustart der Wirtschaft”, sagt Laschet. Die Themen Digitalisierung und Klimaschutz müssten sich in den Programmen finden. Den deutsch-französischen Plan für ein 500-Milliarden-Euro-Konjunkturpaket in der EU unterstütze die Landesregierung.

12.03 Uhr - Bundesfinanzminister Olaf Scholz setzt dem “Spiegel” zufolge bei dem Konjunkturpaket der Regierung insbesondere auf Maßnahmen zur Stärkung der Kaufkraft. So sollen Eltern für jedes Kind einmalig 300 Euro erhalten, berichtet das Magazin vorab. Erwogen würden auch Konsumgutscheine für alle. Darüber hinaus sollen Gastwirte und Kulturschaffende vom Bund einen Ausgleich für entgangenes Einkommen erhalten, heißt es weiter. Auch Hilfen für Unternehmen seien geplant, etwa günstigere Abschreibungen und Investitionszulagen. Das Konjunkturpaket solle eine Größenordnung von bis zu 150 Milliarden Euro haben.

10.43 Uhr - Ein Drittel der Einzelhändler abseits des Lebensmittelhandels sind dem Branchenverband HDE zufolge massiv in ihrer Existenz bedroht. Die Branche leide weiter “massiv an schwachen Umsätzen und unter geringen Kundenfrequenzen, die weit unter Vorjahresniveau liegen”, beklagt der Verband. Die vom Aus bedrohten Händler brauchten rasch weitere Finanz-Hilfen des Staates. “Die Bundesregierung muss dringend mit einem Rettungsfonds mit nicht-rückzahlpflichtigen Finanzhilfen nachlegen. Ansonsten werden viele Arbeitsplätze verloren gehen und die Innenstädte vielerorts veröden”, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

09.58 Uhr - Russland verzeichnet 150 weitere Tote im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und damit den höchsten Tagesanstieg bisher. Die Gesamtzahl der Toten erhöhte sich damit auf 3249, wie die Behörden mitteilen. Die Zahl der bestätigten Infektionen wuchs um 8894 auf 326.448 Fälle.

08.29 Uhr - Indien verzeichnet mit rund 6000 bestätigten Neuinfektionen den größten Tagesanstieg bei den Corona-Fällen bisher. Das Land mit 1,3 Milliarden Bürgern meldet eine Zunahme der nachgewiesenen Fälle um etwa fünf Prozent auf 118.000. Ministerpräsident Narendra Modi hat die Ausgangssperre bis Ende Mai verlängert, die Auflagen in Regionen mit weniger Infektionen aber zuletzt gelockert.

06.51 Uhr - Die australische Polizei hat einen Versuch vereitelt, die Droge Chrystal Meth in Fläschchen für Handdesinfektionsmittel ins Land zu schmuggeln. Die Beamten hätten etwa zwei Kilogramm des Rauschgifts Anfang Mai in einer Sendung mit Desinfektionsmittel und Schutzmasken aus Kanada sichergestellt, teilt die Polizei mit. “Wir wissen, dass Kriminelle alles tun, um Drogen ins Land zu schmuggeln, deshalb ist es kein Überraschung, dass sie gefragte Güter wie Desinfektionsmittel und Masken als Versteck nutzen”, sagt John Fleming vom australischen Grenzschutz. “Die Kriminellen sollten wissen, dass wir unsere Grenzen auch in Zeiten von Covid-19 weiter schützen.”

05.04 Uhr - Das Robert-Koch-Institut meldet 460 Neuinfektionen und damit erneut weniger als 1000 neue Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen in Deutschland auf 177.212, wie das RKI mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt binnen 24 Stunden um 27 auf 8174 zu. Die Zahl der nachweislich Genesenen liegt dem RKI zufolge bei etwa 159.000, rund 1000 mehr als am Vortag.

00.48 Uhr - Die Ukraine kann auf eine Finanzspritze in Milliardenhöhe vom Internationalen Währungsfonds (IWF) hoffen. Auf Mitarbeiterebene habe man sich mit der Regierung über einen Bereitschaftskredit in Höhe von fünf Milliarden Dollar bei einer Laufzeit von 18 Monaten geeinigt, teilt der IWF am Donnerstag (Ortszeit) in Washington mit. Damit soll dem osteuropäischen Land bei der Bewältigung der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Wirtschaftskrise geholfen werden. Das Führungsgremium des IWF muss dem noch zustimmen.

00.01 Uhr - Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will an allen Schulen des Bundeslandes nach den Sommerferien wieder regulären Schulunterricht anbieten. “Wir wollen, dass nach den Sommerferien der Unterricht auch an allen weiterführenden Schulen wieder normal läuft”, sagt er dem “Focus”. Derzeit arbeite die Landesregierung an einer Lösung, damit es ab dem neuen Schuljahr keinen Notbetrieb mehr gebe. Kitas und Schulen würden eine doppelte Schlüsselrolle einnehmen und seien entscheidend, damit die Wirtschaft wieder anlaufe. (Zusammengestellt von der Reuters-Redaktion in Berlin. Bei Rückfragen wenden Sie sich an die Redaktionsleitung unter der Telefonnummer +49 30 2888 5168)

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