May 19, 2020 / 8:04 AM / 7 days ago

FIRMEN-BLICK-Insider - Delta plant mehr Flüge zur Begrenzung der Auslastung

19. Mai (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

DELTA AIR LINES : Die US-Fluglinie will Insidern zufolge mehr Flüge als die Nachfrage normalerweise rechtfertigen würde anbieten. Dies sei notwendig, um die Maschinen bis mindestens Juli weiterhin zu nicht mehr als 60 Prozent ausgelastet zu halten, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein Einsatz von größeren Flugzeugen sei dafür nicht geplant. Die Fluggesellschaft hatte im vergangenen Monat ihre Kapazität bis Ende Juni als Teil der Sicherheitsmaßnahmen im Zuge der Coronavirus-Pandemie begrenzt. Konzernchef Ed Bastian erklärte damals, dass das Sicherheitsempfinden der Verbraucher bei der Wiederaufnahme von regelmäßigen Flügen eine wichtige Rolle spielen werde. Delta will im Juni wieder mehrere wichtige Strecken aufnehmen.

SONOVA - Zürich: Der Schweizer Hörgerätehersteller hat in dem im März abgelaufenen Bilanzjahr 2019/20 auch dank Kostensenkungen besser abgeschnitten als erwartet. Bei einem Umsatzplus von 8,7 Prozent auf 2,9 Milliarden Schweizer Franken (2,7 Milliarden Euro) kletterte das operative Ergebnis (Ebita) um 10,4 Prozent auf 620,8 Millionen Franken. Analysten hatten im Schnitt nur 609,7 Millionen Franken erwartet. Wegen der Ungewissheit über die Entwicklung der COVID-19-Pandemie wagte der Vorstand keine Prognose. Er kündigte aber an, durch Kostensenkungen, Kurzarbeit und die Auszahlung der Dividende in Form von Aktien die Liquidität stärken zu wollen.

DERMAPHARM - Düsseldorf: Der Hersteller von patentfreien Markenarzneimitteln hat zum Jahresauftakt von einer verstärkten Nachfrage in einzelnen Therapiegebieten und einem Lageraufbau der Kunden profitiert. So legte der Umsatz um 17,7 Prozent auf 192,5 Millionen Euro zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) stieg um 13 Prozent auf 49,4 Millionen Euro. Der Vorstand ist zuversichtlich die Jahresziele zu erreichen, die ein Umsatzplus und einen Anstieg des Ebitda im jeweils oberen einstelligen Prozentbereich vorsehen.

KWS SAAT - Düsseldorf: Der Saatgut-Anbieter hat vom früheren Beginn der Aussaat und einem Zukauf profitiert und in den ersten neun Monaten des Bilanzjahres 2019/20 zugelegt. Das stimmte den Vorstand zuversichtlicher. Er erwartet nun im Gesamtjahr, den oberen Rand der Prognosespanne bei Umsatz und operativer Umsatzrendite (Ebit-Marge) zu erreichen. In den ersten neun Monaten kletterten die Erlöse um 18 Prozent auf 1,01 Milliarden Euro und das Ebit um 6,5 Prozent auf 184,3 Millionen Euro.

SOFTBANK/T-MOBILE US - Der japanische Technologiekonzern sucht laut einem Medienbericht Käufer für Anteile an dem US-Mobilfunkanbieter T-Mobile US im Wert von 20 Milliarden Dollar. Die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs sollten Investoren finden, berichtete das “Wall Street Journal” unter Berufung auf Insider. Teil davon seien Gespräche mit dem T-Mobile-US-Mutterkonzern Deutsche Telekom über eine Übernahme eines bedeutenden Anteils an T-Mobile US, über die die Zeitung am Vortag berichtet hatte. Die Beteiligung der Telekom an der Tochter könnte damit auf mehr als 50 Prozent von derzeit 43 Prozent steigen. Im Gegenzug solle Softbank von der Verpflichtung befreit werden, den größten Teil seines T-Mobile US-Anteil über Jahre zu behalten.

RAISIN - Berlin: Das in Deutschland für seine Marke “Weltsparen” bekannte Fintech bringt erstmals eine Softwarelösung in den USA auf den Markt. Mit der Anwendung könnten US-Finanzinstitute ihren Kunden etwa individualisierbare Sparprodukte anbieten, teilte das Berliner Unternehmen mit. Ein erster großer Bankkunde sei bereits gewonnen worden. Details wurden nicht genannt. Raisin vermittelt gegen Provision Sparprodukte und inzwischen auch ETF-basierte Investmentanlagen. In der letzten Finanzierungsrunde im Sommer wurde das Berliner Fintech, zu dessen Investoren Paypal und Goldman Sachs gehören, mit mehr als 500 Millionen Euro bewertet. Im Januar hatte Raisin den amerikanischen Technologie-Anbieter Choice Financial Solutions übernommen.

VROOM - Bangalore: Der Online-Gebrauchtwagenhändler Vroom will an die US-Börse. Der Umsatz sei im ersten Quartal um 160 Prozent gestiegen, teilte das Unternehmen mit. Die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus hätten mehr Käufer in den E-Commerce-Sektor getrieben. Die Covid-19-Pandemie zwang die Händler, Geschäfte ohne den branchenüblichen Handschlag abzuschließen und Fahrzeuge ohne Kundenkontakt auszuliefern oder abzuholen. Der zurechenbare Nettoverlust verringerte sich im ersten Quartal zum 31. März auf fast 41,1 Millionen Dollar, verglichen mit 45,1 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Gesamtumsatz stieg von 855,4 Millionen Dollar im Jahr 2018 auf 1,19 Milliarden Dollar in 2019. Das Unternehmen plant, seine Aktien im Nasdaq Global Market unter dem Symbol “VRM” zu notieren.

QANATAS - Sydney: Die australische Fluggesellschaft kündigte die Einführung neuer Maßnahmen zur Senkung des Ansteckungsrisikos an Bord an. Ab dem ab 12. Juni werde das Catering vereinfacht und die Reinigung von Flugzeugen intensiviert werden, erklärte Qantas. Passagiere werden aufgefordert, möglichst während des Fluges sitzen zu bleiben, Masken und Reinigungstücher werden bereitgestellt, aber Mittelsitze werden weiterhin belegt, teilte das Unternehmen mit. Der medizinische Direktor der Qantas Group, Dr. Ian Hosegood, sagte, das Freilassen des Mittelsitzes sei an Bord nicht praktikabel und die Fluggesellschaft sei angesichts eines geringen Übertragungsrisikos nicht der Meinung, dass dies notwendig sei. “Daten zeigen, dass das tatsächliche Risiko, sich im Flugzeug anzustecken, bereits extrem gering ist”, erklärte er. Dies würde an einer Kombination von Faktoren liegen, unter anderem an der gefilterten Kabinenluft, sowie der Tatsache, dass die Menschen nicht einander zugewandt säßen. Auch die hohen Rückenlehnen der Flugzeugsitze würden als physische Barriere dienen. Qantas hat alle kommerziellen internationalen Flüge bis mindestens Ende Juli gestrichen. Die Airline erwartet, dass die Inlandsnachfrage früher anziehen könnte, da die Beschränkungen in Australien infolge der niedrigen Infektionszahlen gelockert werden. (Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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