May 14, 2020 / 5:47 AM / 17 days ago

WDHLG-FIRMEN-BLICK-Zahnimplantate-Hersteller Straumann streicht 660 Stellen

(Ergänzt fehlende Buchstaben in der Überschrift)

14. Mai (Reuters) - Es folgt der Reuters-Blick zu wichtigen Entwicklungen aus der Unternehmenswelt über die Top-Themen des Tages hinaus:

STRAUMANN - Zürich: Der Schweizer Zahnimplantate-Hersteller will mit dem Abbau von 660 Stellen die Kosten senken. Mit der Streichung von rund neun Prozent der insgesamt 7680 Jobs peile der Weltmarktführer im laufenden Jahr Einsparungen im hohen zweistelligen Millionen-Franken-Bereich an. Angesichts der Pandemie würden zahnmedizinische Wahleingriffe aufgeschoben. Zudem würden sich die Konsumenten nun möglicherweise für kostengünstigere Behandlungen entscheiden. Die Gruppe, die in den letzten Jahren stark gewachsen war, müsse damit rechnen, dass der Umsatz über einen längeren Zeitraum hinweg niedriger bleiben werde. 2019 setzte das Basler Unternehmen 1,6 Milliarden Franken um.

AT&S - Wien: Der Leiterplattenhersteller hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen herben Gewinneinbruch verbucht. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn in dem bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2019/20 um 75,9 Prozent auf 21,5 Millionen Euro. Vor allem die Bereiche Automotive und Industrial waren mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert, was in beiden Bereichen zu einem erhöhten Preisdruck und im Bereich Industrial auch zu einer geringeren Nachfrage führte, wie der Konzern mitteilte. Zudem kam es im Segment Mobile Devices zu temporären Unterauslastungen in Verbindung mit Covid-19. Im ersten Quartal 2020/21 erwartet AT&S Umsatz und Ebitda auf Vorjahresniveau.

SHOP APOTHEKE - Düsseldorf: Die Corona-Pandemie hat die Geschäfte des Online-Medikamentenhändlers zum Jahresauftakt angekurbelt und ihm schneller Gewinne eingebracht als geplant. Das stimmt den Vorstand zuversichtlich, auch im Gesamtjahr operativ schwarze Zahlen zu schreiben. Der Vorstand kündigte an, die Prognose, die bisher ein ausgeglichenen Ergebnis vorsah, zum Halbjahr anpassen zu wollen, wenn die Sicht auf die Entwicklung klarer wird. Im ersten Quartal verbuchte die Firma ein Umsatzplus von 33 Prozent auf 232 Millionen Euro und ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 4,9 Millionen Euro nach einem Verlust von 9,1 Millionen vor Jahresfrist.

CLARIANT - Zürich: Der Schweizer Spezialchemiekonzern will angesichts der Corona-Krise die Ausschüttung der regulären Dividende von 0,55 Franken je Aktien aussetzen und damit zusätzliche Liquidität sichern. Wenn es das wirtschaftliche Umfeld und die finanzielle Situation des Unternehmens erlaubten, könne die Auszahlung 2021 nachgeholt werden. An der außerordentlichen Barausschüttung von 3,00 Franken pro Aktie halte Clariant jedoch fest. Voraussetzung sei der erfolgreiche Abschluss des Verkaufs des Masterbatches-Geschäfts. Über die Ausschüttung entscheiden die Eigner auf der Generalversammlung am 29. Juni.

TAG IMMOBILIEN - Frankfurt: Höhere Mieten haben dem Wohnungsunternehmen im ersten Quartal zu einem Gewinnanstieg verholfen. Das operative Ergebnis (FFO I) legte um 6,3 Prozent auf 42 Millionen Euro zu, wie TAG Immobilien mitteilte. Die Prognose für das laufende Jahr eines FFO I von 168 bis 170 (Vorjahr: 160,6) Millionen Euro und einer Dividende von 87 Cent je Aktie bekräftigte der Konzern. Für 2019 sollen die Aktionäre wie geplant eine Ausschüttung von 82 Cent je Aktie erhalten.

SMA SOLAR - Düsseldorf: Der Solartechnikkonzern hat dank eines starken Projektgeschäfts in den USA und eines unverändert guten Handelsgeschäfts in Europa einen Wachstumssprung verbucht. Bei einem Umsatzanstieg um 72 Prozent auf 288 Millionen Euro legte das operative Ergebnis (Ebitda) im ersten Quartal auf zwölf (Vorjahr: 1,0) Millionen Euro zu. “Auch der Auftragseingang entwickelte sich mit 330 Millionen Euro in den ersten drei Monaten des Jahres weiterhin sehr gut”, betonte Vorstandssprecher Jürgen Reinert. Das stimme ihn zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen.

ROCHE - Bangalore: Der Schweizer Pharmakonzern will nach einer erfolgreichen Überprüfung durch die Public Health England (PHE) seine Antikörpertests in England verkaufen. Roche sei nun in Gesprächen mit der britischen Regierung über die Markteinführung, teilte das Unternehmen mir. Die PHE habe in der vergangenen Woche eine unabhängige Bewertung des Antikörpertests durchgeführt und festgestellt, dass der Roche-Test eine Genauigkeit von 100 Prozent aufweise. “Dies ist eine sehr positive Entwicklung, weil ein so hochspezifischer Antikörper-Test ein sehr zuverlässiger Marker vergangener Infektionen ist”, sagte John Newton, Koordinator des britischen Coronavirus-Testprogramms. Dies könne wiederum auf eine gewisse Immunität gegen zukünftige Infektionen hinweisen, “obwohl das Ausmaß, in dem das Vorhandensein von Antikörpern auf Immunität hindeutet, unklar bleibt”, fügte Newton hinzu.

TAKEDA PHARMACEUTICAL - Tokio/New York: Der japanische Arzneimittelhersteller könnte bereits im Juli eine klinische Studie für eine Behandlungsmethode von COVID-19 auf Basis von Antikörpern beginnen. Die Tests würden nach Unternehmensangaben Hunderte von Patienten umfassen und mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Erfolgsfall könnte die Therapie noch in diesem Jahr der US-Zulassungsbehörde zur Genehmigung vorgelegt werden, sagte Julie Kim, Präsidentin der Therapieeinheit von Takeda. “Wann das Produkt über die klinische Studie hinaus verfügbar sein wird, ist noch etwas unklar”, sagte Kim.

SANOFI - New York: Der französische Arzneimittelhersteller will den Zugang zu einem potenziellen Coronavirus-Impfstoff in Europa beschleunigen. Das Unternehmen erklärte, es führe derzeit Gespräche mit der Europäischen Union sowie der französischen und deutschen Regierung, um die regionale Impfstoffentwicklung voranzutreiben. “Wir sind sehr ermutigt, die Mobilisierung der EU-Kommission in den letzten Wochen zu sehen und Maßnahmen zu prüfen, die sowohl die Entwicklung von Impfstoffen als auch den Zugang für die europäische Bevölkerung beschleunigen könnten”, hieß es in einer Mitteilung. Der Pharmakonzern arbeitet derzeit gemeinsam mit dem britischen Rivalen GlaxoSmithKline an einem Impfstoff. Das Projekt wird vom US-Gesundheitsministerium finanziell gefördert. “Die US-Regierung hat das Recht auf die größte Vorbestellung, weil sie das Risiko mitträgt”, erklärte Sanofi-Chef Paul Hudson am Mittwoch in einem Interview mit Bloomberg News. Laut Bloomberg sagte Hudson, dass die Vereinigten Staaten erwarten würden, die erste Lieferung des Impfstoffs zu erhalten. (Zusammengestellt in den Redaktionen Berlin, Frankfurt und Zürich. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern +49 69 7565 1232 oder +49 30 2888 5168.)

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